Seit der Erfindung des ersten Phosphodiesterase-5-Hemmers (Sildenafil = Viagra) nimmt die erektile Dysfunktion / Erektionsstörung im urologischen Praxisalltag einen immer größeren Stellenwert ein. Tatsächlich gehen immer mehr Männer, die zeitweise oder dauerhaft, unter Erektionsstörungen leiden, zum Urologen, um die Ursache der Erektionsstörungen zu klären und zu einer befriedigenden Sexualität zurückzufinden.

Am Anfang steht zunächst ein vertrauensvolles, intensives Gespräch zwischen Arzt und Patient, in dem alle sexuellen Fragen und Probleme offen zu Sprache kommen können.

Grundsätzlich gilt es zu klären, ob die Erektile Dysfunktion (Erektionsstörung) psychisch bedingt ist oder organische Ursachen zugrunde liegen, wobei beides zumeist ineinandergreift, da eine wiederholt erlebt Erektionsstörung beim Mann oft negative Erwartungen, „Versagensängste“ aufbaut.
Dem Gespräch folgt als zweitem Schritt der Diagnostik in aller Regel eine Blutabnahme zur Bestimmung des Hormonstatus, der Aufschluss über die Voraussetzungen der Erektionsfähigkeit gibt.
Schließlich muss noch ausgeschlossen werden, dass die vorliegende Erektionsstörung ein Symptom und somit der Hinweis auf eine allgemeine Gefäßerkrankung, vor allem einer koronare Herzkrankheit, sein könnte.

In einem ausführlichen Gespräch wird der jeweils einzuschlagende Therapieweg erörtert. Dieses können zum Beispiel sein:

– Medikamentöse Behandlung (Viagra, Levitra, Cialis)
– Erektionshilfesysteme (Penisring, Vakuumpumpe)
– SKAT (Schwellkörperautoinjektionstherapie)
– operative Lösungen (Schwellköperimplantate)
– interdisziplinär, partnerschaftliche Sexualtherapie.

Durch die heute zur Verfügung stehenden Therapieoptionen ist es möglich, für jeden Patient mit Erektionsstörungen einen individuell angepassten Behandlungsweg zu erstellen, um die Erektion als maßgeblichen Anteil eines befriedigenden Sexuallebens wiederherzustellen.