Um bei Verdacht auf ein Prostatakarzinom die Diagnose zu sichern oder auszuschließen ist derzeit die Prostatabiopsie weiterhin Methode der Wahl. Befürchtungen dadurch einen bösartigen Tumor zu streuen haben kein wissenschaftliches Fundament.

Die Prostatabiopsie wird in unserer Praxis ambulant und entsprechend der aktuellen Leitlinien durchgeführt. Nach einer ausführlichen Aufklärung begeben Sie sich auf eine Untersuchungsliege in Linksseitenlage. Über den After wird eine Ultraschallsonde eingeführt, auf der eine Führungsschiene angebracht ist, mit welcher man exakt das zu biopsierende Areal in der Prostata einstellen kann.
Nach einer lokalen Betäubung der Analschleimhaut wird eine dünne Hohlnadel in das Prostatagewebe eingestochen und damit ein feiner Gewebezylinder gewonnen.

Da das Prostatakarzinom im frühen Stadium nicht tastbar noch mit dem Ultraschall darstellbar ist, werden die Gewebezylinder nach einem klar definierten Schema aus der Prostata entnommen.
In der Regel werden 10-12 Biopsiezylinder entnommen. Im Anschluss an die Prostatabiopsie sollten Sie eine körperliche Schonung für die folgenden 3-4 Stunden beachten.

Die Gewebezylinder werden durch einen Pathologen untersucht. Die Ergebnisse stehen etwa in 2-3 Tage zur Verfügung und werden Ihnen in einem ausführlichen Gespräch erläutert.

Im Falle eines Prostatakarzinomnachweises werden wir Sie und ggf. Ihre Angehörigen individuell über weiterführende diagnostische und therapeutische Optionen beraten.

Sollten Sie Fragen haben, zögern Sie nicht uns anzusprechen.