Für das Verständnis und die Behebung der Unfruchtbarkeit eines Paares müssen sowohl die weibliche als auch die männliche Seite betrachtet werden. Für den Mann ist hierbei der Urologe zuständig. In diesem Zusammenhang steht die Beurteilung des Spermiogrammes und die Bestimmung des Hormonstatus, der eine Voraussetzung der Spermienentwicklung darstellt, an erster Stelle.
Die so gewonnen Ergebnisse lassen zuverlässige Aussagen über die männliche Unfruchtbarkeit zu und bilden im weiteren die Grundlage für mögliche Therapieansätze, wie z. B. Hormonsubstitution oder die Therapie einer Varikocele (Vergrößerung der Hodenvenen).
Diese Untersuchungen sind auch Voraussetzung zur Beurteilung der Prognose einer assistierten Konzeption (künstlichen Befruchtung) durch ICSI (gezieltes Einbringen von einem, unter dem Mikroskop ausgewählten, Spermium in das Ei der Frau unter Laborbedingung), MESA (mikroskopische Entnahme von einzelnen Spermien aus dem Hoden des Mannes zur künstlichen Befruchtung) sowie TESE (offene Entnahme von einzelnen Spermien aus dem Hoden des Mannes zur künstlichen Befruchtung).
Nach der Sterilisation eines Mannes besteht zur Wiederherstellung der Fruchtbarkeit die Möglichkeit einer operativen Refertilisierung, was unbedingt vor einer assistierten Reproduktion (künstliche Befruchtung) in Betracht gezogen werden sollte, da sie dieser hinsichtlich der Schwangerschaftsraten auf der einen, sowie möglicher Komplikationen auf der anderen Seite deutlich überlegen ist.

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